MÖRLENBACHER  BETONWERK

© Mörlenbacher Betonwerk 2008

Die Geschichte des
Mörlenbacher Betonwerkes

Seit nunmehr 45 Jahren wird in Mörlenbach industriell Beton hergestellt. Doch bereits als Richard Wagner im Jahre 1960 das Mörlenbacher Betonwerk gründete, konnte er auf eine lange familiäre Tradition im Bauhandwerk zurückblicken. So belegen Kirchenbücher, dass der Großvater des Firmengründers um 1900 bei der Erweiterung der Mörlenbacher Kirche mit den Maurerarbeiten betraut war.

Die Produktpalette der ersten Jahre war gänzlich auf den Tiefbau ausgelegt. Es wurden teilweise im Schichtbetrieb Betonfalz- und Betonglockenmuffenrohre  sowie Schächte und  Konen hergestellt. Auch kleinformatige Filterrohre aus reiner Handfertigung  wurden vermarktet. Die  prosperierende Bauwirtschaft  verlangte bald   nach einer Ausweitung der Kapazitäten. Im Jahre 1966 wurde eine zweite Mischanlage errichtet, mit der es möglich war auch in den  erst  jungen, aber boomenden  Fertigbetonmarkt  einzusteigen.

Mit einer besonderen Innovation konnte 1968 aufgewartet werden: Die erste automatische Fertigung von Filterrohren mit Nut- und Federausbildung auf einem Bodenfertiger. Anfang der 1970er Jahre umfasste das Betriebsgelände 3 ha. Nach dem Neubau einer Produktionshalle wurden, mit nun insgesamt 4 Boden- und Mehrlagenfertigern, auch Bims- und Normal-
betonhohlblöcke sowie Betonpflastersteine hergestellt. 1977 konnte eine weitere Neuheit präsentiert werden. Liegend auf einem Mehrlagenfertiger wurden Ablauf- rinnen mit Nut- und Feder bis zu einer Länge von 1000 mm produziert. Dieses Arbeits-
prinzip wurde dann auch später auf die Brettanlage übernommen. Einen zukunfts-
trächtigen Schritt tat man 1981 als die Zusammenarbeit mit Lias Tuningen (heute Liapor Hallerndorf) begann. Die Produktion beschränkte sich zunächst auf Voll- und Mauerblöcke, fand aber bald mit dem Liapor- Systemblock seine Abrundung. Damit wurde man auch Mitglied in der bis 2002 bestehenden Liapor Lizenznehmergruppe.

Im Jahre 1983 fiel dann der Entschluss die nicht mehr zeitgemäße Produktion mit Bodenfertigern auf eine moderne Großbrettmaschine umzustellen. Auch im Filtersteinbereich konnte nun wesentlich effizienter produziert werden und mit den ersten ICE-Neubaustrecken entwickelte sich das Mörlenbacher Betonwerk zu einem überregionalen Anbieter.

 Auch das Liapor Programm wurde erweitert. Als eines der ersten Werke stellte man 1994 den Liapor Super-K vor. Als vorläufig letzter Schritt ist die erstmalige Herstellung des Liapor-SL in der Bundesrepublik zu nennen. Hierbei betrat man völliges Neuland; Einen zwei Komponenten- Leichtbetonstein auf rein mineralischer Basis. Produktionsstart für dieses wiederum selbstentwickelte Fertigungsverfahren war der Sommer 2004.